Umsetzung

Umsetzung

Für den Ausbau der Magerrasenflächen und die Entstehung der halbwilden Weide sind Schafe, Ziegen und Rinder unentbehrlich. Sie helfen dabei, die Biodiversität in den Gebieten des Fischbachtals zu erhöhen.

Ziegen auf der Weide

Die Schafe und Ziegen beweiden die steilen südexponierten Hänge zwischen Fischbach und Wötzelsdorf. Vorher werden die Hänge, wo erforderlich, noch entbuscht. Es entstehen die für das Gebiet typischen Kalkmagerrasen, die zu mehr Artenvielfalt führen.

Weide

Oberhalb des Fischbachtals auf der Muschelkalkhochfläche soll eine „halbwilde“ Weidelandschaft entstehen. Das bedeutet 1 Rind auf 2 ha Fläche. Bevor die extensive Beweidung erfolgen kann, werden die Äcker in Grünland umgewandelt.

Hierfür wird aus derselben Gegend stammendes Saatgut auf den Ackerflächen eingesät oder artenreiches Mahdgut von sogenannten Spenderflächen übertragen. Durch Dauerbeobachtungsflächen wird konkret gemessen, wie sich die Artenvielfalt entwickelt.

vier Rinder auf der Weide

Über den Einzug der Rinder freuen sich viele Insekten- und Vogelarten, die hier wieder ihren natürlichen Lebensraum finden.

Auch die Hecken auf der Hochfläche sind für viele Pflanzen- und Tierarten wichtig. Sie dienen ihnen nicht nur als Brut- und Rückzugsgebiete, sondern werden von verschiedenen Vogelarten auch ganz praktisch genutzt. Der Neuntöter verwendet die stacheligen Sträucher etwa zum Aufspießen seiner Beute.